Die Wohlverhaltensphase – Auswirkungen auf das P-Konto

Sollte man sich in einem Verbraucherinsolvenzverfahren befinden, so ist es ratsam das Konto vor Eröffnung des Insolvenzverfahrens in ein P-Konto umzuwandeln, sofern das noch nicht geschehen ist. Regulär erfolgt dann nach einer gewissen Zeit die Wohlverhaltensphase. Mit dem Erhalt des Treuhänderbeschlusses ist es daher möglich, dass P-Konto wieder in ein normales Girokonto umzuwandeln.

Was ist die Wohlverhaltensphase?

In dieser Zeit soll sich der Schuldner gut verhalten und dem Gericht sowie dem Insolvenzverwalter zeigen, dass man mit seinem Geld gut umgehen kann. Das bedeutet, dass sich der Insolvenzverwalter weitestgehend zurückzieht und man Stück für Stück Normalität in seinem Leben bekommt. Das Konto wird dann auch von dem Insolvenzverwalter frei gegeben. Trotzdem muss man auch in dieser Zeit regelmäßigen Kontakt mit dem Insolvenzverwalter halten und die geforderten Unterlagen übersenden.

Welche Auswirkungen hat die Wohlverhaltensphase auf das P-Konto?

Durch den Beginn der Wohlverhaltensphase wird das Konto vom zuständigen Insolvenzverwalter frei gegeben. Damit steht es dem Schuldner frei, sein Konto wieder in ein normales Girokonto umzuwandeln. Ein P-Konto wird nicht mehr benötigt. Sinnvoll ist es natürlich, sich vor der Umwandlung des P-Kontos bei seiner Bank zu informieren, ob noch Pfändungen auf dem Konto sind, die von dem Gläubiger noch nicht zurückgenommen worden sind. Sollten alle Pfändungen zurückgenommen worden sein, besteht kein Problem bei der Umwandlung des P-Kontos in ein Girokonto.

Erklärvideos

Weitere Artikel