Interview: Ist es schlimm, wenn man die Insolvenz eröffnen muss?

Könnten Sie sich vorstellen Privatinsolvenz anzumelden?
👍 Ja, habe ich vor
48%
💡 Bin unsicher wegen dem Verfahren
23%
👎 Nein, kommt nicht in Frage
30%
2383 Abstimmungsergebnisse
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Um diese Frage klären zu können, hat schutzkonto.de ein Interwiev mit Jana S. durchgeführt. Diese arbeitet seit längerem in einer staatlich anerkannten Schuldnerberatung und hat auch oft Kunden am Telefon, die eigentlich Angst haben, die Schuldnerberatung aufzusuchen.

Schutzkonto.de: „Jana, wovor haben die meisten Menschen Angst, wenn sie hören, dass der außergerichtliche Schuldenbereinigungsplan gescheitert ist?“

Jana S. „Tatsächlich haben viele Menschen Angst, dass die Privatinsolvenz eröffnet werden muss. Meistens resultieren diese Ängste aber nicht daraus, dass der Weg lange ist, sondern die größte Furcht ist es tatsächlich, dass sie aufgrund der Privatinsolvenz ihren Job verlieren könnten. Es gibt auch Kunden, die sind eigentlich schon in der Privatinsolvenz und haben jetzt einen neuen Job erhalten. Da besteht natürlich auch die Angst, dass der Chef sie gleich wieder kündigt, wenn er erfährt, dass über das Vermögen die Privatinsolvenz eröffnet werden muss.“

Schutzkonto.de: „Wie empfinden Sie diese Angst der Menschen?

Jana S. „Ich kann es nachvollziehen. Die Ängste der Menschen sind verständlich, aber tatsächlich unbegründet. Ich bin immer wieder froh darüber, wenn die Kunden mir erklären, wovor sie überhaupt Angst haben, weil dann ist es mir einfacher ihnen die Angst vor der Insolvenzeröffnung zu nehmen.“

Schutzkonto.de: „Wie versuchen Sie den Kunden die Angst vor der Privatinsolvenz zu nehmen?“

Jana S. „Ich erkläre dann den Kunden, dass man natürlich in der aktiven Phase des Insolvenzverfahrens mehr eingeschränkt ist, als im normalen Leben, aber auch das geht vorbei. Es ist mir wichtig, dass ich meinen Mandanten vermittle, dass es ein Leben danach gibt, dass es erstrebenswert macht, dass man jetzt den steinigen Weg auf sich nimmt. Auch kann ich die meisten Mandanten beruhigen indem ich ihnen erkläre, dass es unwahrscheinlich ist, dass sie von Ihrem Arbeitgeber wegen der Privatinsolvenz gekündigt werden. Die Arbeitgeber sind in der Hinsicht sehr kulant. Viele waren auch selber schon in der Situation, dass sie die Insolvenz anmelden mussten. Es ist eher wahrscheinlicher, dass der Arbeitgeber einen kündigt, weil die Arbeit schlecht verrichtet wurde.“

Schutzkonto.de „Was können Sie abschließend den Menschen raten, wie mit dem Thema Insolvenz umgegangen werden soll?

Jana S. „Ich kann nur allen raten, dass sie sich intensiv mit dem Thema beschäftigen und ihre Angst davor verlieren. Natürlich ist es nicht schön, wenn man tatsächlich die Privatinsolvenz eröffnen lassen muss, aber andererseits darf man nie vergessen, dass es eine Chance auf einen wunderbaren Neuanfang ist. Nach der Insolvenz sind die Schulden weg und man kann nun ein schuldenfreies Leben führen. Und das ist es doch, was am Ende zählt.“

Schutzkonto.de „Danke Frau Jana S.“

Jana S. „Gerne!

Gerne können wir Ihre Fragen auch am Telefon klären. Sollten Sie Interesse an einer Schuldnerberatung haben, können Sie uns hierauf auch gerne am Telefon ansprechen. Wir helfen Ihnen gerne weiter!

Sollten Sie vorab nur eine Information über Ihre Gesamtverschuldung wissen wollen, können wir Ihnen gerne die Finanzenbox anbieten. Unter www.finanzenbox.de können Sie Ihre Finanzenbox anfordern und unverbindlich Ihre Gesamtverschuldung berechnen lassen. Danach ist es Ihnen freigestellt, eine Schuldnerberatung aufzusuchen oder zu versuchen die ganze Angelegenheit selber zu regeln.


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