P-Konto Freibetrag überschritten. Jetzt richtig berechnen und online erhöhen.

Der Gesetzgeber schützt die Menschen in Deutschland, wenn sie eine Pfändung bekommen. Der Staat möchte sicherstellen, dass auch Menschen mit einer Pfändung einen gewissen monatlichen Betrag zur Verfügung hat, um davon leben zu können. Aus diesem Grund gibt es auf dem Pfändungsschutzkonto den Pfändungsfreibetrag, welcher aktuell bei monatlich 1.178,59 EUR liegt. Dieser Betrag darf nicht gepfändet werden, solange es sich um ein P-Konto handelt. Wer diese Summe durch sein Gehalt, Sozialleistungen, Unterhaltszahlungen, Weihnachtsgeld oder andere Einkünfte überschreitet, muss handeln, denn sonst wird das Geld, welches den Freibetrag überschreitet, an den pfändenden Gläubiger überwiesen.

Wenn der P-Konto Freibetrag überschritten wurde, gibt es für die meisten Kontoinhaber die Möglichkeit, den Freibetrag erhöhen zu lassen. Dafür ist jedoch entweder eine P-Konto Bescheinigung oder ein gerichtlicher Antrag erforderlich. Alternativ kann man z. B. das Kindergeld auch durch Vorlage des Bescheides vom Amt freigeben lassen. Durch eine P-Konto Bescheinigung kann man ganz einfach und ohne viel bürokratischen Aufwand den Freibetrag schnell erhöhen lassen. Mit unserem kostenlosen Rechner lässt sich die individuelle Pfändungsfreigrenze ermitteln.

Wovon ist der Pfändungsfreibetrag auf dem P-Konto abhängig?

Der erhöhte Pfändungsfreibetrag auf dem Pfändungsschutzkonto ist von vielen verschiedenen Faktoren abhängig.

Durch Sozialleistungen (Arbeitslosengeld, Kindergeld, Wohngeld etc.), Sonderzahlungen des Arbeitgebers (Weihnachtsgeld, Urlaubsgeld, Nachtzuschläge, Feiertagszuschläge usw.), Unterhalt und Einmalleistungen von verschiedenen Behörden wird der Pfändungsfreibetrag schnell überschritten.

Teilweise dürfen jedoch die oben genannten Zahlungen jedoch nicht oder nur teilweise gepfändet werden. Auch gesetzliche Unterhaltsverpflichtungen und die eigene Lebenssituation beeinflussen den individuellen Pfändungsfreibetrag. Wer verheiratet ist oder Kinder hat, kann seinen Pfändungsfreibetrag beispielsweise erhöhen lassen. Diese und andere Dinge müssen überprüft und für jeden Kontoinhaber richtig berechnet werden.

Pfändungsfreigrenze erhöhen lassen und Geld vor den Gläubigern schützen

Die Berechnung bzw. Überprüfung der Pfändungsfreigrenze kann bei verschiedenen Stellen beantragt werden. Allerdings ist die Bearbeitungsdauer von den verschiedenen Stellen unterschiedlich lang, da bei einigen Termine vor Ort wahrgenommen werden müssen. Weiterhin ist es nicht überall möglich, eine P-Konto-Bescheinigung zu erhalten. Es sollte daher immer vorher angefragt werden, ob eine P-Konto-Bescheinigung nach § 850k ZPO ausgestellt wird.

Wir ermöglichen Verbrauchern mit unserem online-Rechner eine kostenlose Berechnung der individuellen Pfändungsfreigrenze ganz ohne Zwang. Jeder sollte nach Möglichkeit seinen P-Konto Freibetrag erhöhen lassen und sich das eigene Geld sichern. Sollte auch gleichzeitig Ihr Gehalt gepfändet sein, können Sie den kostenlosen Pfändungsrechner nutzen. Hierbei ist zu beachten, dass bei dem zuständigen Gericht ein Anpassungsantrag gestellt werden sollte.

Jeder, der von einer Erhöhung des Freibetrags auf seinem P-Konto absieht, riskiert, dass Geld an die Gläubiger ausbezahlt wird, welches er zum Leben bräuchte. Die Erhöhung des Freibetrags ist unter den meisten Umständen ganz einfach durch eine P-Konto Bescheinigung möglich. Nur in gewissen Fällen, wird ein gerichtlicher Antrag zur Freigabe eines bestimmten Geldeingangs benötigt.

Wir stellen für Sie gerne eine P-Konto-Bescheinigung nach § 850k ZPO aus!

Kontoinhaber ermitteln dazu mit unserem Rechner im ersten Schritt kostenlos den individuellen Freibetrag. Im zweiten Schritt wird dann die offizielle Bescheinigung beantragt. Diese Bescheinigung schicken wir auf Wunsch gerne per PDF vorab an die Mailadresse des Kunden.

Weiterhin ist ein Direktversand der Originalbescheinigung an die Bank des Kunden möglich.

Zu beachten ist, dass Kontoinhaber, die nur eine Umwandlung des Girokontos in ein P-Konto bei Ihrer Bank beantragen und danach keine P-Kontobescheinigung bei der Bank vorlegen, lediglich den monatlichen Grundfreibetrag erhalten. Die Bank führt automatisch das Geld, das über den Grundfreibetrag hinaus geht, an die Gläubiger ab.

Die Beantragung der Bescheinigung und damit die Erhöhung der Freibeträge liegt allein in der Verantwortung der Schuldner. Kontoinhaber eines P-Kontos sollten daher auch bei Veränderung der Lebenssituation den Freibetrag neu berechnen lassen. Dies gilt auch dann, wenn schon eine P-Konto-Bescheinigung bei der Bank eingereicht wurde. Nur auf diese Weise sichern sie sich den richtigen Freibetrag und somit viel Geld.

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