Pfändung von Bonuszahlungen vom Arbeitgeber bei einer Konto- oder Lohnpfändung

Bei einer drohenden Konto- oder Lohnpfändung ist es wichtig, schnell zu handeln. Der erste Schritt sollte darin bestehen, das bestehende Girokonto in ein Pfändungsschutzkonto umwandeln zu lassen. Damit sichern sich Verbraucher den monatlichen Freibetrag in Höhe von 1.178,59 EUR. Die Löhne bzw. Gehälter von vielen Arbeitnehmern sind jedoch oft höher, sodass der Freibetrag überschritten wird. Auch Bonuszahlungen oder Sonderzahlungen vom Arbeitgeber können das eigene Einkommen erhöhen. Nachfolgend wird erklärt, ob diese Zahlungen pfändbar sind.

Sonderzahlungen sind teilweise pfändbar

Arbeitnehmern wird der monatliche Nettolohn für ihre geleistete Arbeit auf ihr Konto überwiesen. Wird das Girokonto jedoch gepfändet, so muss der Teil des Gehaltes, der den Pfändungsfreibetrag übersteigt, an den Gläubiger abgeführt werden. Zusätzlich erhalten viele Arbeitnehmer jährlich oder einmalig Zahlungen vom Arbeitgeber. Dazu gehören beispielsweise Urlaubsgeld, Weihnachtsgeld oder eine Jahressonderzahlung. Auch kann es vorkommen, dass einem Arbeitnehmer eine Bonuszahlung für besondere Leistungen überwiesen wird.

Das Urlaubsgeld gehört zu den Beträgen, die vor einer Pfändung geschützt sind, wenn es den üblichen Rahmen nicht übersteigt. Das Weihnachtsgeld hingegen kann teilweise gepfändet werden. Weihnachtsgelder sind jedoch bis zu einer Höhe von 500,00 EUR pfändungsfrei. Eine Jahressonderzahlung unterliegt dagegen in voller Höhe der Pfändung. Auch eine Bonuszahlung ist grundsätzlich voll pfändbar.


Beim P-Konto den Freibetrag überschritten – was tun?

Der Freibetrag auf dem P-Konto ist sehr gering und wird von vielen Verbrauchern schnell überschritten. Vor allem zusätzliche Zahlungen, wie Weihnachtsgeld, Urlaubsgeld, Überstundenzahlungen und Jahressonderzahlungen, führen zur Verunsicherung bei Betroffenen, weil sie nicht wissen, ob diese pfändungsfrei bleiben können.

Daher sollte jeder Verbraucher, dem eine Kontopfändung droht, den eigenen Freibetrag online sofort überprüfen und berechnen lassen. Die kostenlose Berechnung des Freibetrags gibt schließlich Klarheit. Die eigene Situation ist sehr individuell und oft lässt sich der Freibetrag überraschenderweise erhöhen. Nach der Berechnung kann online eine P-Konto Bescheinigung beantragt werden. Diese wird bei der eigenen Bank eingereicht. Die Bank erhöht dann den Freibetrag um die bescheinigten Summen.

Wer sich bzgl. einmaliger oder regelmäßiger Sonderzahlungen vom Arbeitgeber unsicher ist, sollte daher nicht warten. Sie können uns gratis per WhatsApp oder per E-Mail kontaktieren. In vielen Fällen kann Geld vor dem Zugriff der Gläubiger geschützt werden. Dazu ist es jedoch wichtig, sofort zu reagieren, den Freibetrag berechnen zu lassen und die Bescheinigung direkt bei der eigenen Bank einzureichen. Wird die Bescheinigung zu spät eingereicht, können die Gelder nicht mehr vor der Pfändung geschützt werden.

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