Wie der Kontowechsel bei einem P-Konto funktioniert

Mit einem Pfändungsschutzkonto sind Guthaben bis zum Freibetrag vor dem Zugriff der Gläubiger geschützt. In Deutschland ist es jedoch gesetzlich geregelt, dass jeder Verbraucher nur ein einziges P-Konto haben darf. Wir erklären daher nachfolgend, wie der Kontowechsel beim P-Konto funktioniert. Dabei sollten Kunden nämlich einiges beachten.

Das richtige Vorgehen beim Kontowechsel bei einem P-Konto

Bankkunden können in Deutschland generell beliebig viele Girokonten eröffnen. Beim Pfändungsschutzkonto sieht das jedoch anders aus. Der Gesetzgeber schreibt vor, dass jeder Kunde in Deutschland lediglich ein Pfändungsschutzkonto haben darf. Durch diese Vorschrift soll verhindert werden, dass Verbraucher mehrere P-Konten eröffnen und den Freibetrag mehrmals ausnutzen. Der Kontowechsel beim P-Konto wird durch die gesetzliche Vorgabe jedoch komplexer. Es ist nämlich nicht einfach möglich, das bisherige P-Konto auf eine neue Bank zu übertragen. Stattdessen müssen Betroffene strategisch vorgehen.

Wer sein P-Konto zu einer anderen Bank übertragen möchte, sollte zuerst ein ganz normales Girokonto bei der neuen Bank eröffnen. Die neue Bank kann das Girokonto jedoch erst in ein P-Konto umwandeln, wenn die alte Bank das P-Konto in ein gewöhnliches Girokonto zurück umgewandelt bzw. das Konto insgesamt gekündigt hat. Das Problem dabei ist, dass Kunden bei dieser Vorgehensweise für eine kurze Zeit kein P-Konto haben und Gläubiger somit auf das Guthaben zugreifen können, sobald Ihnen die neue Bankverbindung bekannt ist.

Die optimale Vorgehensweise ist daher, Guthaben vom alten P-Konto abzuholen und dann das P-Konto aufzulösen. Anschließend sollte sofort bei der neuen Bank der Antrag auf die Eröffnung eines P-Kontos gestellt werden. Zu beachten ist, dass die Schufa über die Eröffnung eines P-Kontos informiert wird. Es braucht jedoch eine gewisse Zeit, bis der Gläubiger die neue Bankverbindung herausfindet. Die alte Bank, bei der bisher das P-Konto bestand, sollte im besten Fall eine Bescheinigung über die Auflösung des bisherigen P-Kontos erstellen, damit die neue Bank sofort das neue P-Konto einrichten kann.

Mit einer P-Konto Bescheinigung Pfändungsfreigrenzen für das neue P-Konto erhöhen lassen

Wurde bei einer neuen Bank ein neues P-Konto eröffnet, müssen alle Freibeträge erneut bescheinigt und erhöht werden. Das bedeutet, dass eine neue P-Konto-Bescheinigung mit der neuen Bankverbindung vorgelegt werden muss. Die neue Bank wird auf dem Pfändungsschutzkonto nämlich lediglich den Grundfreibetrag vermerken. Mit dem Service auf unserer Seite ist es schnell und einfach möglich, die aktuellen Freibeträge kostenlos berechnen zu lassen. Anschließend stellen wir eine P-Konto Bescheinigung aus. Die P-Konto Bescheinigung schicken wir gerne sofort an die neue Bank.

Auf diese Weise werden auf dem neuen P-Konto sofort die aktuellen Freibeträge vermerkt. Die Bescheinigung nach §850k ZPO wird von uns, auf Wunsch, gerne per PDF-Scan vorab an die Mailadresse des Kunden geschickt und anschließend an die entsprechende Bank weitergeleitet. Auch eine Sendungsverfolgung ist jederzeit möglich.

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