Wie wirkt sich ein P-Konto auf meine Bonität und bestehende Kredite aus?

Seit dem Jahr 2010 gibt es in Deutschland das sogenannte Pfändungsschutzkonto. Schuldner haben durch das P-Konto die Möglichkeit, die Gelder auf dem eigenen Konto ganz oder teilweise vor einer Pfändung zu schützen. Geht ein Pfändungs- und Überweisungsbeschluss auf dem Girokonto ein, so kann das Konto sofort in ein P-Konto umgewandelt werden. Dazu muss lediglich ein entsprechender Antrag bei der eigenen Bank gestellt werden. Wie aber wirkt sich das P-Konto auf die eigene Bonität aus?

Die Auswirkungen des Pfändungsschutzkontos auf die eigene Bonität

Liegt eine Kontopfändung vor, besteht für Betroffene die Möglichkeit, das eigene Konto in ein Pfändungsschutzkonto umzuwandeln. Grundsätzlich ist es aber für alle Kontoinhaber eine Option, ein P-Konto zu eröffnen. So können auch die Verbraucher ein P-Konto eröffnen, denen keine Pfändung droht. Es sollten allerdings die Auswirkungen des P-Kontos auf die Bonität beachtet werden.

Sobald eine Bank für einen Kunden ein Pfändungsschutzkonto eröffnet, wird dieser Vorgang an die Schufa gemeldet. Das bedeutet, dass in den Daten vermerkt wird, dass ein P-Konto besteht. Andere Kreditinstitute können bei der Schufa eine Abfrage durchführen und bekommen angezeigt, dass bei einer Bank ein P-Konto geführt wird. Für sehr viele Banken ist das ein Negativmerkmal. Somit kann sich die Eröffnung des Pfändungsschutzkontos negativ auf die eigene Bonität auswirken.

Betroffene sollten jedoch beachten, dass bei der Einschätzung der Bonität mehrere Faktoren eine Rolle spielen. Handelt es sich bei der Eintragung des P-Kontos um den einzigen Negativvermerk, so ist die negative Auswirkung auf die Bonität überschaubar. Banken werden jedoch auf jeden Fall nachfragen, warum ein P-Konto besteht, wenn sie den Vermerk sehen. Verbraucher sollten daher versuchen, eine Pfändung zu vermeiden, sodass die Eröffnung eines P-Kontos nicht erforderlich wird.

Wir wirkt sich ein P-Konto auf Zahlungseingänge und bestehende Kredite aus?

Mit einer Pfändung möchten Gläubiger erreichen, dass Schuldner nicht mehr über die Gelder auf ihrem Konto verfügen können. Der Gesetzgeber hat für Verbraucher jedoch Freibeträge festgelegt, auf die Gläubiger nicht zugreifen dürfen. Der Grundfreibetrag in Höhe von monatlich 1.178,59 EUR steht jedem Inhaber eines P-Kontos zu.

Dieser Freibetrag kann allerdings ohne Probleme erhöht werden - wenn man z.B. verheiratet ist oder Unterhaltsverpflichtungen bestehen. Somit können diverse Zahlungseingänge vor dem Zugriff der Gläubiger geschützt werden. Auch bestehende Kredite können ganz normal weiter zurückgezahlt werden, wenn ein P-Konto eröffnet wurde. Allerdings dürfen die Kreditraten den Freibetrag nicht übersteigen. Daher ist es wichtig, den Freibetrag zu erhöhen.

Schuldner sollten nach Eingang einer Pfändung deshalb sofort eine P-Konto Bescheinigung online anfordern. Die P-Konto Bescheinigung online kann jederzeit über unsere Seite beantragt werden. Vor der Beantragung führen wir eine kostenlose Berechnung der Freibeträge durch. Wir können die Bescheinigung anschließend direkt an die Bank, bei der das P-Konto geführt wird, verschicken. Betroffene sollten daher nicht zögern und sofort kostenlos bei uns Freibeträge berechnen lassen und die Bescheinigung nach 850k ZPO anfordern.

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